Verzehrwarnung

Autor: Butschkow am 19.04.2019


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Ich kaufe mir tiefgefrorene Garnelen, „King Prawns aus verantwortungsvoller Fischzucht“, steht auf der meeresblauen Packung, die mir von sauberer Aufzucht und selbst auferlegter Verpflichtung gegenüber der Unterwasserschöpfung kündet. Auf der Rückseite sehe ich noch mehr kleingedruckte Information. Gewiss eine Auflistung der zuständigen Garnelenpfleger und ihrer ethischen Grundsätze, denke ich. Nicht ganz. Ich lese: „Vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen...nach Anweisung lagern...während der Verarbeitung nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen...die aufgetaute Eisglasur direkt entsorgen...Arbeitsflächen, Geschirr und Hände gründlich reinigen.“ Bei Neptun, das ist hart. Ich lagere alle anderen Lebensmittel sofort aus, fahre in das nächste Schutzbekleidungs-Center und kaufe mir einen Ganzkörperanzug, Handschuhe, Gummistiefel, Atemmaske und diverse Desinfektionsmittel. Als ich damit zurückkomme, fragt mich mein Nachbar, ob ich nach Fukushima will. „Aber nein, ich will mir nur eine Kleinigkeit zum Essen machen“, antworte ich. Er macht ein ziemlich blödes Gesicht.

Coole Karren

Autor: Butschkow am 12.04.2019


Coole Karre

Wir Deutschen sind ein wundervolles, allerdings auch sonderbares Völkchen. Unsere Köpfe sind immer etwas größer als unser Herz. Verstand bedeutet halt Sicherheit, und die mögen wir ja besonders. Wenn wir aber Herz zeigen wollen, dann hauen wir das gerne besonders raus, damit ja auch alle sehen, dass wir eins haben, z.B. wenn es um Kinderliebe geht. Einst dokumentierten wir das mit der Kampagne „Ein Herz für Kinder“ - die für mich eher ein absurder Appell als eine Selbstverständlichkeit war – heute tun wir das mit dem Kinderwagen, dem SUV der deutschen Kinderbeförderung. In meinen Vatertagen fuhr ich meine Söhne noch mit der „Karre“ durch die Stadt, heute gleiten schwere, hochwertig verarbeitete Baby-Limousinen auf breiten Achsen und dicken Reifen lautlos an einem vorbei und verstopfen mit ihrer Größe die Cafés, in denen sich die neuen Mamis gerne zum Latte Macchiato und Austausch über Stillen und Nichtstillen treffen. In den diversen Stauräumen ihrer Fahrzeuge führen sie alles mit sich, was dem Wohlbefinden ihres Kindes und dem Überleben in den extremsten Wetterlagen dienlich ist. Mit so einem technisch hochentwickelten Gefährt will sich nun auch Vati Outdoor sehen lassen und damit sein modernes Verständnis von zeitgemäßer, gerechter Elternschaft bekunden. Und sie genießt es wenn er fährt. Fortschritt durch Technik - Vati durch Fortschritt.

Aus Bad König wird wieder Bad Butschkow

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Zwei Zeichner, ein Gen-Pool: Onkel Peter Butschkow und Neffe Ralf Butschkow. Der Cartoonist und der Kinderbuchillustrator, zum ersten Mal vereint in einer dualen Ausstellung ab 26. Mai in Bad König (anlassmäßig in dieser Zeit in „Bad Butschkow“ umgetauft) im schönen Odenwald. Ein Feuerwerk der Striche, ein Genuss für alle Freunde der Zeichenkunst. Herzlich Willkommen in Bad Kö...ähm...Bad Butschkow!

26. Mai 2019 ab 11 Uhr Kinderbuchillustrationen von Ralf Butschkow und um 19.30 Uhr Peter Butschkows neue Cartoonshow, alles in der Rathausgalerie am Schloßplatz.





Kaum zu glauben, aber bald ist 2020.

Kluge Menschen leben im Jetzt – und planen langfristig.
Für alle: Ab Juni rollt die neue Butschkow-Kalenderwelle,
hier an dieser Stelle!

























Überleben im Garten von Peter Butschkow ist da!

Überleben im Garten | ueberleben_1.jpgÜberleben im Garten | ueberleben2_1.jpg

Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es eine lustige Überlebenshilfe für alle Gründäumler!


Im Frühling ein Blütenmeer, im Sommer ein zweites Wohnzimmer – leider auch bei den Nachbarn – im Herbst ein Freiluft-Fitness-Center und im Winter außer Dienst.


Wie Sie und Ihre Pflanzen das ganze Jahr am besten Überleben, das zeigt Peter Butschkow mit seinen erdverbundenen, humorvollen Texten, einem Strauß bunter Cartoons, blumigen Gedichten und knackigen Rätseln.


Peter Butschkow ist ein echtes Berliner Urgewächs mit Sehnsucht nach ländlichem Sauerstoff. Im Jahr 1944 wurde er in Berlin gezüchtet und aufgezogen. Mittlerweile wohnt der Cartoonist und Autor im Norden Deutschlands, in einem Haus mit Garten und Nachbarn. Er versorgt seinen Rhododendron und seine Leser regelmäßig mit Wasser und gutem Humor.