Butschkow´s Blog



Robin Hood

Autor: Butschkow am 17.01.2019


blog

Ich liebe Filme mit Kostümen, in denen gefochten und gesäbelt wird, Filme mit Piraten, Rittern oder Musketieren. Oder Robin Hood. Der Mann aus dem Wald mit Pfeil und Bogen und seinen tollkühnen Gesellen. Ich kenne alle Versionen, von Errol Flynn in engen Strumpfhosen bis hin zum coolen Kevin Costner. Sogar die vergnügliche Disneyversion, die ich mir einst mit meinen beiden kleinen Söhnen zusammen viele Male angeschaut habe. Letzte Woche lese ich eine wohlwollende Kritik über einen neuen Robin Hood Film, der aktuell im Kino läuft. Ich gehe sofort rein. Popcorn und Dolby Surround. Ich bin sehr aufgeregt, der Film auch - bis zum Ende. Der junge Robin schießt sich anfangs mit Pfeil und Bogen durch das Jerusalem der Kreuzritter wie die Marines im Häuserkampf durch den Irak. Pfeilsalven durchbohren Leiber, Schwerter trennen Hände. Hemmungslose, visuelle Gewalt im Trickrausch der digitalen Technik. Das neue Kokain der Regisseure. Dieser klaut hemmungslos bei Game Of Thrones und Star Wars, die Handlung ist konstruiert, die Dialoge einfältig. Ach ja, Marian gibt es auch. Die ist natürlich auch noch im Elend bildhübsch und setzt mit ihrer immer gleichen Mimik einen lächelnden Kontrapunkt, darf aber auch mal zwei coole Sätze sagen. Das Publikum johlt. Ich fliege morgen zu Errol Flynn, will ihm ein paar neue Strumpfhosen aufs Grab legen.