Feuchtgebiete

Autor: Butschkow am 18.05.2018


Feuchtgebiete

„Hilfe!“ Wenn sie so in den Hörer schreit, ist was passiert. „Hey, Mutti, was ist?“ „Ich hasse mich!“ Wenn sie sich selber hasst, ist es besonders schlimm.
„Was rauscht denn da so penetrant?“ „Das ist mein Föhn!“, ruft sie verzweifelt. „Du frisierst dich während unseres Gespräches?“, frage ich leicht gereizt. „Mir ist ein Glas Mineralwasser in den Laptop gekippt!“, kreischt sie, „jetzt sind alle Daten futsch!“ Ich fasse es nicht: „Du föhnst deinen Laptop? Spinnst du? Hör sofort damit auf!“ Sie schaltet ihn aus. Nun verstehe ich sie besser. „Dreh ihn um, damit das Wasser ablaufen kann und gib ihm Zeit zum Trocknen“, rate ich ihr. Heute Vormittag teilt sie mir freudig mit, alles sei wieder okay. „Na, siehste“, sage ich, „und wenn´s mal brennen sollte, drückst du einfach die Löschtaste.“ „Echt?“, fragt sie ungläubig. Tut mir leid für sie, aber den Humor hab ich von ihr geerbt.

Café Duft

Autor: Butschkow am 11.05.2018


Zum besseren Verständnis: ich habe nichts gegen fettleibige Menschen, auch nicht, wenn sie ungepflegt daherkommen. Das kann vielfältige Gründe haben, aber der Kerl, der da ins Café trat, war mir unangenehm. Schnaufend schob er sich durch den Laden und fragte am Tresen, ob er mal die Toilette benutzen dürfe. Ich dachte schon, na, ob das mal gut geht? Kurze Zeit später schnaufte er zurück und bedankte sich höflich. Eine Viertelstunde später musste ich auch mal aufs Klo – und betrat den Abort der Hölle. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir mal ein Gestank fast die Beine weggerissen hat. Der Mann musste bereits seit Wochen auf der Suche nach einem Klo gewesen sein. Ich taumelte zitternd zurück ins Café und teilte dem Personal kurzatmig mit, dass sie ein Sprengkommando rufen müssten. Eine andere Lösung sah ich nicht. Das Café trug übrigens den Namen: „Café Duft“. Kein Spaß.
(Aus nachvollziehbaren Gründen habe ich bei diesem Text auf eine Illustration verzichtet.)

Lesung auf der Leipziger Buchmesse im Literatur-Café

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Leipziger Buchmesse, Samstag 16:30 Uhr im Literatur-Café. Sieht das so aus, als würde mir jemand zuhören? Irrtum. Ich glaube, ich hätte auch die Bedienungsanleitung meiner neuen Obstpresse vorlesen können, hätte keiner gemerkt. Das Messepublikum ist einfach nur froh, endlich mal sitzen zu können und registriert das Gelaber des Vorlesers, im Arrangement mit all den anderen permanenten Nebengeräuschen in der Messehalle, offenbar als entspannende Chill-Book-Fair-Music. Ich hab sie danach alle behutsam geweckt.

















Butschkow auf boersenblatt.net

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Willkommen in Bad Butschkow Cartoonist Peter Butschkow präsentierte seine Werke in Bad König – in den Schaufenstern der Geschäftswelt. Die Idee zu dieser ganz besonderen Ausstellung kam von der Buchhandlung Paperback. PETRA GASS

Eine kleine Gruppe von Passanten bummelt von Geschäft zu Geschäft – und bricht vor jedem Schaufenster in lautes Gelächter aus. Selten ist ein Stadtbummel im kalten Januar so heiter. Anlass zur Freude sind dabei die Cartoons von Peter Butschkow in Bad König im Odenwald. Der Cartoonist aus Langenhorn bespielte das Kurstädtchen vier Wochen lang mit einer Auswahl seiner besten Bilderwitze.



Das Buch: Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger

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Oops! I dit it! Mein Debütroman ist geschrieben und im Buchhandel erhältlich. 360 Seiten und 483 Gramm schwer, aber liest sich leicht „wie Butter“ (Til Mette). Eine kuriose Geschichte, die wiederum unzählige bunte und schräge Geschichten in sich trägt. Die Älteren werden lachend an die alten, irren Zeiten denken, die Jüngeren über die irren Alten dieser Zeit lachen. Ein generationsübergreifendes Buch also: Lachen ohne Altersbeschränkung. Jugendliche unter 16 Jahren allerdings nur in Gegenwart ihrer Eltern.


Peter Butschkow „Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger“ Die Geschichte eines Betruges  –   HIER BESTELLEN


Erschienen im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ISBN 978-3-88769-588-0