Butschkow´s Blog



Aufgedeckt

Autor: Butschkow am 21.11.2019


Aufgedeckt

Ich lese heute: „Kostenexplosion bei der Sanierung der Kölner Oper und des Schauspielhauses“, die Rede ist von 841 Millionen. Mein Gott, die Elbphilharmonie kostete statt 120 Millionen letztlich auch 866 Millionen, vom Berliner Flughafen und dem Hauptbahnhof will ich gar nicht reden, von der Bankensanierung schon überhaupt nicht und von den immensen Kosten für die versaute Maut am allerwenigsten. Der Staat ist halt spendabel, er gibt eben gerne einen aus. Immer wenn der neidische Bundesrechnungshof seinen jährlichen Bericht über dubiose Steuergeldverschwendungen vorlegt, heben ihn die betroffenen Politiker fröhlich in die Kamera und hängen ihn sich dann zu Hause abreißfreundlich in ihr Klo. Für alle Angsthasen, die sich um den Staatssäckel Sorgen machen, hier die beruhigende Nachricht: letzte Woche war ein Prüfer des Finanzamtes bei Julius K. in seiner kleinen Hamburger Wohnung und stellte fest, dass er in seinem von ihm als „Arbeitsraum“ deklarierten 16 qm-Zimmer eine Schlafcouch zu stehen hat. Daraufhin wurde ihm dieser angebliche Arbeitsbereich als betriebliche Ausgabe aberkannt. Dank des wachen Einsatzes unserer staatlichen Finanzbehörde konnte auf diese Weise ein massiver Betrug aufgedeckt und großer Schaden von unserer Gesellschaft abgewehrt werden und somit das ersparte Geld der um seine würdige Realisierung kämpfenden Kölner Oper zugute kommen. Na bitte, geht doch.